29.08.2008
Otherworld
Das Kind sehnt sich nach der Anderswelt. Der Welt, jenseits des Verstehens, der magischen. Diese Welt ist natürlich die Welt der Erwachsenenen. Der Erwachsene ist der Welt erwacht, doch er sehnt sich immer noch. Er sehnt sich nach Sinn, denn er sieht ihn nicht mehr, also erfindet er sich die Anderswelt. Jedem sein Paradies: chemisch, elektronisch, bücherwurmstichig oder wie auch immer, natürlich oder künstlich. Subtiler, doch im Wesen nicht anders: ideologisch, religiös, politisch. Das Suchen des Selbst, anderswo, im Selbst, in der Masse, in der reinen Formel, in der Reinheit von irgendetwas. Obwohl, was nirgends existiert, immer auch überall ist. Die Suche selbst sind Wir, noch und noch und obschon wir es nicht wollen der Geist sich zur Ruhe sehnt. Raste nicht, Geist ! Dafür bleibt Zeit genug, und gehe weiter, schüttel deine Paradiese von Dir. For I have promises to keep, and miles to go before I sleep.
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22.08.2008
Das bist Du
Vielleicht hat das Gott die Welt erschaffen, weil es ihm alleine so todlangweilig war. Also ist es Mensch und Fleisch geworden, hat sich zum blinden Atman beschränkt, um so mit jemand reden zu können.
Mit jemand reden. Dafür hat es fröhlich Leid und Tod auf sich genommen.

Und es versah die Welt mit Stetigkeit und Wandlung, damit es lernen konnte. Doch nicht zuviel, denn dieses Ziel, das soll es nicht erreichen. Deshalb ist jedes Ziel der falsche Weg. Deshalb erreicht es nur das Ungewollte, das Überraschende und Nützliche. Das Andere, um seintewillen.
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