29.08.2008
Otherworld
Das Kind sehnt sich nach der Anderswelt. Der Welt, jenseits des Verstehens, der magischen. Diese Welt ist natürlich die Welt der Erwachsenenen. Der Erwachsene ist der Welt erwacht, doch er sehnt sich immer noch. Er sehnt sich nach Sinn, denn er sieht ihn nicht mehr, also erfindet er sich die Anderswelt. Jedem sein Paradies: chemisch, elektronisch, bücherwurmstichig oder wie auch immer, natürlich oder künstlich. Subtiler, doch im Wesen nicht anders: ideologisch, religiös, politisch. Das Suchen des Selbst, anderswo, im Selbst, in der Masse, in der reinen Formel, in der Reinheit von irgendetwas. Obwohl, was nirgends existiert, immer auch überall ist. Die Suche selbst sind Wir, noch und noch und obschon wir es nicht wollen der Geist sich zur Ruhe sehnt. Raste nicht, Geist ! Dafür bleibt Zeit genug, und gehe weiter, schüttel deine Paradiese von Dir. For I have promises to keep, and miles to go before I sleep.
12:43 Veröffentlicht in sophistereien | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken


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