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23.06.2008

Rettet den Fussball

Vorschläge, um den Fussball zu retten, eigentlich Hirngespinste, aus dem Affekt und Verdruss heraus, nach 90 Minuten Enttäuschung über ESP-ITA. Wie das Spiel ausging, war mir nach diesen 90' jedenfalls vollkommen egal:

- 10 Punkte für ein Tor, anstatt nur einen. Daneben sollen neu Punkte für Eckbälle gewährt werden (1-2). Fertig mit jämmerlichen null zu null spielen. Angriff soll belohnt werden, für allzu defensives Mauern sollen die Anreize verschwinden.
- Zeitlich begrenzter Platzverweis für gelbe Karten (10 min.).
- Eine kürzere Spieldauer (2x40')

Im Übrigen könnten Vereinsbudgets über die Liga geführt werden: gleiches Geld für alle Klubs. Dank der Champions Leage stünden anstatt der Vereine dann die Ligen in Konkurrenz zueinander. Aber ob die Zersetzungseffekte des Geldes damit eingedämmt werden können ??

Ich hoffe jedenfalls, dass ein WM-Final nie mehr im Penaltyschiessen entschieden werden muss...

17.06.2008

Liberalismus ist irrelevant...


...weil selbstevident. Ein Pleonasmus des Denkens sozusagen. Relevant ist die Konfrontation dieses sozialästhetischen Ideals mit der Realität. Übrig bleibt nach solcher Übung ein Rumpf-Liberalismus, der eigentlich eine blosse Gesinnung ist. Beleuchtet durch utopische Ideen. Pragmatiker brauchen den Liberalismus gar nicht zu kennen, um Vernunft zu erreichen. Der Liberalismus scheitert insbesondere an der Nutzenfunktion der Individuen. Letztere sind zwar einzige moralische Instanzen, Träger der Freiheit und der Verantwortung jeglichen Tuns. Aber die Maximierung eines Systems von Nutzenfunktionen - die gezwungenermassen in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander stehen - kann nicht mit einem rein individualistischen Ansatz verstanden werden. Genauso Nutzenfunktionen, die kardinal sind, nicht aggregiert werden können, so ist eine separat betrachtete Nutzenfunktion eines Einzelindividuums in einem politischen Kontext völlig irrelevant.