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17.06.2008
Liberalismus ist irrelevant...
...weil selbstevident. Ein Pleonasmus des Denkens sozusagen. Relevant ist die Konfrontation dieses sozialästhetischen Ideals mit der Realität. Übrig bleibt nach solcher Übung ein Rumpf-Liberalismus, der eigentlich eine blosse Gesinnung ist. Beleuchtet durch utopische Ideen. Pragmatiker brauchen den Liberalismus gar nicht zu kennen, um Vernunft zu erreichen. Der Liberalismus scheitert insbesondere an der Nutzenfunktion der Individuen. Letztere sind zwar einzige moralische Instanzen, Träger der Freiheit und der Verantwortung jeglichen Tuns. Aber die Maximierung eines Systems von Nutzenfunktionen - die gezwungenermassen in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander stehen - kann nicht mit einem rein individualistischen Ansatz verstanden werden. Genauso Nutzenfunktionen, die kardinal sind, nicht aggregiert werden können, so ist eine separat betrachtete Nutzenfunktion eines Einzelindividuums in einem politischen Kontext völlig irrelevant.


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