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21.04.2008
Die Tragödie - Schicksal der Welt
Ein Schlüssel zum Glück liegt darin, das Glück nicht überzubewerten. Für einen halbwegs menschen- und lebensfreundlich angelegten Menschen ist die Welt oftmals ein greuliches Jammertal. Das war schon immer so und daran dürfte sich auch in Zukunft nichts grundsätzlich ändern. Wie Hekabe nach Trojas Fall können wir fast nichts anderes tun als jammern, uns in den Strom des Schicksals werfen und unser Los als Sterbliche ertragen.
Natürlich können wir versuchen die Welt zu verbessern. Einem einigermassen klarsichtigen und informierten Menschen sollte dieses Unterfangen indessen ziemlich aussichtslos erscheinen. Tropfen auf heisse Steine sind alles was wir beitragen können. Aber immerhin, diese warmen Tropfen sind unsere Rettung. Glück ist, sich damit zufrieden zu geben. Nicht das Schicksal ist der Jammer, sondern die Art, wie wir es ertragen: Als freie Menschen - oder als sklavische Gefangene. Der freie Mensch weiss um seine prekäre Lage, doch erträgt er sie mit Fassung, Mässigung und ohne komplette Resignation. Der freie Mensch hofft auf Besserung, doch auch die fehlende Garantie darauf beirrt ihn oder sie nicht. Der freie Mensch tut etwas, sei dies auf besinnliche Art, oder als tatkräftiger Helfer der Menschheit. Vor allem die kleinen Tropfen sind zu würdigen. Die, welche sich anmassen, die heissen Steine abzukühlen zu wollen und einzufrieren sind Prahler, nichts mehr. Unbekannte, unsichtbare Helfer dagegen verdienen es nachgeahmt zu werden.
Deshalb bin ich auch vom Buddhismus wieder ein Stück zur christlichen Lehre zurückgekrebst, nur jetzt mit viel klarerem Verständnis für letztere...
Auf die Tragödie folgt bekanntlich die Komödie. Nur wer um sein Schicksal kennt, kann am Ende auch darüber lachen und sich einen schöneren Platz darin betten.
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